Planspiel Börse ist beendet – Sieger gewinnen mit unterbewerteten Aktien

Im Sport nennt man es einen klassischen Start-Ziel-Sieg, was einige der Schülerteams beim diesjährigen Planspiel Börse hingelegt haben. Am Mittwoch ging die 32. Runde von Europas größtem und ältestem Börsenspiel zu Ende. Zehn Wochen lang hatten die Schüler Gelegenheit, durch den geschickten An- und Verkauf von Wertpapieren ihr fiktives Startkapital zu mehren. Einige der Teilnehmer tummelten sich schon vom Start weg durchgängig in den Top Ten und konnten im Endspurt schließlich auch die begehrten Plätze auf dem Siegertreppchen erklimmen.

 

Dabei hatten die Aktienmärkte und damit auch das Planspiel Börse den Teilnehmern in diesem Herbst einiges an praktischem Anschauungsunterricht geboten: In den ersten Spielwochen gaben die Aktienkurse fast durchgängig immer weiter nach – eine echte Herausforderung. Im Spielverlauf drehte sich die Börse grundlegend, viele Teams mussten ihre Depots grundlegend umbauen.

 

Ab Mitte Oktober legten die Kurse der meisten Aktien deutlich zu. Der deutsche Aktienindex Dax ließ sein Jahrestief von unter 8.400 Zählern hinter sich und knackte Anfang Dezember sogar die 10.000er Marke. In der letzten Spielwoche gaben die Märkte dann wieder etwas nach, um am Schlusstag erneut leicht zuzulegen. Das wirbelte zumindest die hinteren Top Ten-Plätze noch einmal ein bisschen durcheinander.

 

Die deutschlandweit Besten in der Schülergesamtwertung waren in diesem Jahr „Die 5 Bamberger“ mit einem Depotwert von 62.326,33 Euro, die das Feld schon seit Wochen anführten. Die drei Jungen und zwei Mädchen von der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule in Bamberg hatten ihr Depot gleich zu Spielbeginn mit Aktien des Kupferproduzenten Aurubis, des 2 Windkraftanlagenbauers Nordex und der Lufthansa bestückt und in der Folge von Analystenempfehlungen und guten Unternehmensnachrichten profitiert.

 

In der Nachhaltigkeitswertung der Schüler setzten sich in diesem Jahr die „Lila Äpfel“ vom Kreisgymnasium Hochschwarzwald in Titisee-Neustadt durch. Das Team um Lukas Erdmann hatte sich zum Spielstart mit Volkswagen-, BMW- und Cisco-Aktien eingedeckt und war ebenfalls bis zum Schluss dabei geblieben. Sie erzielten mit ihren nachhaltigen Aktien eine Depotrendite von 17,5 Prozent.

 

Die drei Schülerteams, die auf Bundesebene die Depotgesamtwertung und die Nachhaltigkeitsbewertung gewonnen haben, gewinnen Reisen nach Berlin und Luxemburg. Das Engagement ihrer Schulen wird mit einem Aktionstag zur finanziellen Bildung belohnt.

 

Die drei Bestplatzierten unter allen Teilnehmern unserer Region erhalten je einen zusätzlichen Preis von der MBS.

  • 300 Euro für Platz 1, Team „Die Börsencrasher“ vom OSZ Havelland in Ketzin, mit einem Depotwert von 56.408,03 Euro.
  • 200 Euro für Platz 2, Team „Big Brandenberger“ aus der Grundschule Wildau,  mit einem Depotwert von 53.307,97.
  • 100 Euro für Platz 3, Team „BacktoSpeck“ aus dem Kleinmachnower Weinberg-Gymnasium,  mit einem Depotgesamtwert von 53.119,01.

 

Herzlichen Glückwunsch!

 

 

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