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Kanusportler Jochen Kaiser wird nun Bankkaufmann bei der MBS

Als Anfang August für die 28 Azubis und vier BA-Studierende die Ausbildung bei uns begann, war das für viele der Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Für einen von ihnen – Jochen Kaiser – ist es mehr als das. Es ist der Beginn eines ganz neuen Lebens. Bislang bestand das nämlich zu fast 100 Prozent aus Leistungssport. Der 25-Jährige ist Kanute, bis vor einigen Monaten durfte er sich sogar noch Hoffnungen auf einen Start bei den Olympischen Spielen in Rio machen. Doch es kam anders. Heute steht der groß gewachsene Mann am Schalter unserer MBS-Geschäftsstelle in Potsdam und lernt den Beruf des Bankkaufmannes.

 

Mit neun Jahren kam der gebürtige Eberswalder zum Kanusport. Vorerst trainierte er im heimischen Verein, im Jahr 2003 wechselte er auf die Potsdamer Sportschule und damit zum Leistungszentrum. Nach dem Abitur begann Jochen Kaiser ein Studium. „Doch das stand nie an erster Stelle. Wichtig war mir immer mein Sport“, so der Kanute. Er studierte Mathematik, doch das war ihm irgendwann zu langatmig. Als Sportler ist er sichtbare Erfolge gewohnt, will etwas Schaffen. In Jochen Kaiser wuchs die Erkenntnis, dass man vom Kanusport nur eine gewisse Zeit leben kann. „Doch was soll danach kommen“, fragte er sich. Die Antwort lieferte er selbst. Der Potsdamer beschloss, eine Ausbildung zu beginnen. Auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz konnte er schließlich bei der MBS punkten. „Die Arbeit konnte ich mir sehr gut vorstellen. Außerdem ist mir nach den vielen schlecht planbaren Jahren Sicherheit wichtig. Die MBS wurde immer wieder als sehr solider Arbeitgeber gelobt. Darum habe ich mich dort beworben und hatte Glück. Ich bekam einen Ausbildungsvertrag.“

 

Dass er die richtige Wahl getroffen hat, merkte er spätestens bei der Einführungswoche. Bei der MBS ist es Tradition, dass die neuen Azubis die erste Woche gemeinsam verbringen. Drei actionreichen Tagen in Blossin mit Outdoor-Aktivitäten folgten zwei Tage in Potsdam. „An den ersten drei Tagen haben wir Azubis uns kennen gelernt. Für mich war zum Beispiel interessant, dass ich noch nicht der älteste Azubi bei der MBS bin, sagt der 25-Jährige. „Der größte bin ich aber auf jeden Fall.“ Mit seinen 2,05 Metern überragt der Auszubildende so ziemlich jeden Menschen.

 

Dass er sich wegen seiner enormen Körpergröße auch in seiner ersten Geschäftsstelle gelegentlich Sprüche anhören muss, stört Jochen Kaiser kein bisschen. „Wenn Kunden den Raum betreten und ich aufstehe, müssen die meisten erst einmal ein ganzes Stückchen hochschauen“, erzählt er. Dann kommen schon mal Sprüche über den kleinen Neuen im Team, doch das sei immer nett gemeint.

 

Jochen Kaisers erster Einsatzort ist unsere Geschäftsstelle Am Kanal in Potsdam. Schon nach kurzer Zeit hat er sich hier gut eingelebt. „Das Team ist jung und hat mich gut aufgenommen. Ich fühle mich richtig wohl“ berichtet er. Sein Ziel ist es, die Ausbildung gut abzuschließen, anschließend übernommen zu werden und sich später weiter zu qualifizieren. Doch auch wenn die Ausbildung teilweise anstrengend sein kann – ganz ohne Sport geht es nicht. So ist Jochen Kaiser weiterhin in seinem Kanuclub Potsdam Mitglied und trainiert auch regelmäßig. An den ganz großen Wettkämpfen wird er wohl vorerst nicht mehr teilnehmen, aber nationale Vergleiche traut er sich noch zu. Allerdings nur, wenn sie an Wochenenden stattfinden. „Unter der Woche hat die Ausbildung bei der MBS absolute Priorität.“

 

Fotos: Stefan Specht

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